Testament Muster doc

Zunächst ist der Bürgermeister jener Gemeinde anzurufen, in welcher der Testator sich gerade befindet. Dabei kann auch ein gesetzlicher Vertreter des Bürgermeisters die Rolle des Notars übernehmen (Absatz 5). Prinzipiell verläuft die Aufsetzung eines Nottestaments nach denselben Regeln, nach denen auch ein öffentliches Testament verfasst werden muss. Ein gemeinschaftliches Testament – oder Ehegattentestament – ist eine letztwillige Verfügung, die nur von Ehegatten beziehungsweise Partnern einer eingetragenen Partnerschaft verfasst werden kann, § 2265 BGB und § 10 Abs.4 Lebenspartnerschaftsgesetz (LPartG). Um zu verhindern, dass der Überlebende durch die Einforderung des Pflichtteils in finanzielle Bedrängnis gerät, kann in einer Klausel des Ehegattentestaments verfügt werden, dass jenes Kind, welches den Pflichtteil beansprucht, auch im Falle des Ablebens des zweiten Elternteils auf seinen Pflichtteil verwiesen wird (Pflichtteilsstrafklausel). Ein Behindertentestament sollte immer von einem Juristen, also einem Notar oder Rechtsanwalt, verfasst werden, da es hier viele Einzelheiten zu bedenken gilt. Ein Erbe tritt in die Fußstapfen des Erblassers, der Nachlass kann dabei mit Schulden oder durch testamentarische Verfügungen mit weiteren Verbindlichkeiten beschwert sein, § 1967 BGB. Zu diesen Verbindlichkeiten gehört übrigens auch die Herausgabe eines Vermächtnisses. Zunächst zeigen wir beispielhaft, wie Sie ein einfaches Testament schreiben können.

Dafür formulieren wir ein Testament für einen fiktiven Charakter. Im Anschluss folgt ein weiteres testamentarisches Schreiben, durch welches das erste Dokument ergänzt oder abgeändert werden könnte. In den Paragraphen 2249 bis 2251 BGB werden die drei mögliche Szenarien festgehalten, die die Aufsetzung eines Nottestaments zulassen. Das Berliner Testament ist ein Ehegattentestament, in welchem sich die Ehegatten gegenseitig als Alleinerben einsetzen und im Regelfall einen Dritterben bestimmen, wobei dies im Regelfall die gemeinsamen Kinder sind. Im Todesfall eines Partners erbt der Überlebende das Gesamtvermögen. Nach dessen Dahinscheiden erhalten die Kinder das Gesamterbe. Gerade Eltern wollen ihrem behinderten Kind nach ihrem Tod jedoch von von ihrem Nachlass profitieren lassen, ohne dass der Sozialträger darauf einen Anspruch erheben kann. Für solche Fälle hat sich das sogenannte Behindertentestament etabliert. Dabei wird eine Kombination aus Vor- und Nacherbschaft sowie eine Dauertestamentsvollstreckung im Testament angeordnet.

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